Die neue Saison bringt viele Neuheiten im Bereich der Padel-Schuhe mit sich – eine der wichtigsten Anschaffungen für jeden Spieler und gleichzeitig eine sehr bedeutende Entscheidung. Schließlich sind Schuhe das Element, auf dem wir uns auf dem Platz abstützen, und es ist entscheidend, dass wir uns mit ihnen wohlfühlen.
Die große Anzahl an Lösungen und verschiedenen Schuharten auf dem Markt ist enorm. Führende Marken wie Asics, Head, Joma oder Babolat bieten unter anderem eine breite Produktpalette an, damit du den idealen Schuh findest, der sowohl zu deinem Spielstil als auch zu deinem Budget passt.
Im heutigen Artikel konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Faktoren, die wir bei der Entscheidung für ein bestimmtes Modell berücksichtigen sollten. Denn abhängig vom Spielertyp, Budget, Gewicht und weiteren Faktoren wird jeweils ein anderer Schuh empfohlen.
Eine der häufigsten Fragen im Amateurbereich ist, ob Tennisschuhe auch für Padel geeignet sind. Zwar können sie für den Einstieg oder in Notfällen verwendet werden, grundsätzlich empfehlen wir sie jedoch nicht. Die Bewegungsabläufe unterscheiden sich deutlich: Beim Padel gibt es mehr Richtungswechsel und abruptes Abbremsen, weshalb der Schuh andere Verstärkungen benötigt.
Hinzu kommt, dass heutzutage praktisch 100 % der Padel-Plätze aus Kunstrasen bestehen. Diese Oberfläche erfordert eine spezielle Sohle, die sich von den Sohlen für Tennisplätze unterscheidet, da dort meist Hartplätze oder Sandplätze verwendet werden.
Grundsätzlich sagen wir, dass ein guter Padel-Schuh drei Hauptmerkmale besitzen sollte:
- KOMFORT: Der wichtigste Grund, sich für ein bestimmtes Modell zu entscheiden, sollte sein, wie komfortabel wir uns darin fühlen – besonders für Spieler, die viele Stunden auf dem Platz verbringen.
- GRIP: Die gewählte Sohlenart bestimmt, wie viel Halt wir auf dem Platz haben, und ist daher ein weiterer entscheidender Faktor. Wir müssen uns sicher bewegen können, aber gleichzeitig auch auf dem Kunstrasen gleiten können, wenn es nötig ist.
- STABILITÄT: Die seitlichen Verstärkungen sorgen dafür, dass wir uns sicherer fühlen und jeden Schritt mit maximaler Stabilität ausführen können.
Nun analysieren wir etwas genauer, welche Faktoren wir bei unserer Entscheidung berücksichtigen sollten:
DIE SOHLE: FISCHGRÄTE, OMNI ODER MIXED
Ohne Zweifel ist die erste Eigenschaft, die wir beim Kauf eines Schuhs berücksichtigen müssen, die Art der Sohle, da sie direkt den Grip beeinflusst und je nach Spielfeldoberfläche unterschiedlich funktioniert.
Die mit Abstand am häufigsten verwendete Sohle ist die Fischgrätsohle, mit ihrem typischen V-förmigen Muster. Sie ist die bekannteste Variante aufgrund ihres hervorragenden Grips und ihrer Haltbarkeit. Marken wie Asics verwenden beispielsweise ihre klassische Clay-Sohle bei der großen Mehrheit ihrer Modelle.
Die sogenannte Omni-Sohle bietet weniger Grip als die Fischgrätsohle und erleichtert dadurch das Gleiten auf dem Platz. Sie ist ideal für Spieler, die mehr rutschen möchten. Aufgrund ihrer Struktur nutzt sie sich jedoch schneller ab als eine Fischgrätsohle.
Viele Marken setzen mittlerweile außerdem auf eine Mischsohle, die beide Varianten kombiniert. Im Zehen- und Fersenbereich befindet sich die Fischgrätstruktur, da diese Zonen den meisten Kontakt mit dem Boden haben und dadurch stärker beansprucht werden. Im mittleren Bereich der Sohle wird dagegen die Omni-Struktur verwendet, da sie weniger direkten Kontakt mit dem Platz hat und sich somit langsamer abnutzt.
DIE BEDEUTUNG DER PASSFORM
Unter der Passform eines Schuhs verstehen wir die Form, mit der sich der Schuh an unseren Fuß anpasst. Manche Marken bieten eine breitere Vorderseite, andere eine schmalere Ferse oder ein stärker ausgeprägtes Fußgewölbe.
Der Spieler selbst muss den Schuh anprobieren und herausfinden, welches Modell sich am besten an seinen Fuß anpasst. Der Schuh muss den Fuß stabil halten, ohne dass dieser im Inneren verrutscht, da dies vor allem bei den seitlichen Bewegungen im Padel zu Reibungen und Verletzungen führen kann.
DAS RICHTIGE GLEICHGEWICHT BEIM GEWICHT
Auch das Gewicht eines Padel-Schuhs ist von großer Bedeutung. Ein schwererer Spieler benötigt nicht denselben Schuh wie ein leichterer Spieler – besonders in Bezug auf Dämpfung und Beweglichkeit.
Ein leichter Schuh hilft uns dabei, uns schneller zu bewegen. Gleichzeitig dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass ein schwererer Schuh die Bewegungen besser dämpfen und dadurch helfen kann, Verletzungen vorzubeugen.
ATMUNGSAKTIVITÄT
Ein gutes Gleichgewicht bei der Atmungsaktivität eines Schuhs zu erreichen, ist ebenfalls kompliziert. Häufig integrieren Marken Elemente zur Verstärkung und Stabilisierung des Schuhs, die allerdings oft die Belüftung beeinträchtigen.
Dennoch ist den Marken heute mehr denn je bewusst, dass ein Schuh sowohl robust und langlebig als auch gut atmungsaktiv sein muss.
Als abschließenden Tipp können wir sagen, dass der perfekte Schuh für jeden Spieler eine gründliche Suche erfordert. Was für den einen ideal ist, kann für den anderen unbequem sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich außerdem, eine halbe Nummer größer zu wählen als normalerweise, da die abrupten Stopps im Padel Reibungen verursachen können, die bei anderen Sportarten weniger auftreten.
Auch die Verwendung von Einlegesohlen kann in vielen Fällen hilfreich sein, da sie den Fuß besser an den Schuh anpassen.


